Wie Frauen mit Wutausbrüchen umgehen können
Freitag, 19. Februar 2010, 12:27 Uhr
Abgelegt unter: Psychologie, Frauen

Streit mit dem Partner, Kritik vom Chef, Ärger mit den Nachbarn: Kocht erstmal Wut im Bauch, haben viele Frauen Probleme, damit konstruktiv umzugehen. Manche schlucken alles herunter, andere spielen beleidigte Leberwurst, wieder andere flippen komplett aus. Tipps zum Umgang mit dem Gefühl.

Mit Tellern zu werfen, schafft eher neue Probleme. „Wut hat bei vielen Menschen einen schlechten Ruf“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin Anita Timpe aus Berlin. „Dabei ist sie ein ganz normales und wichtiges Gefühl.“ Timpe bietet Wochenendseminare für Frauen zum Thema „Wohin mit meiner Wut?“ an.

„Ich erlebe immer wieder, dass Frauen keinen Zugang zur Wut haben, die Gefühle blockieren oder runterschlucken“, sagt sie. Manche richteten die negativen Gefühle auch gegen sich selbst. „Frauen geben sich dann die Schuld, dass bestimmte Dinge nicht so laufen, wie sie sich das eigentlich wünschen“, erklärt Timpe. Doch auf Dauer kann ein solches Verhalten zu starken psychischen Belastungen führen, auch zu Depressionen oder Selbstverletzungen.

„Es ist wichtig, Wut in positive Bahnen lenken zu können“, sagt Peri Kholghi, Diplom-Psychologin aus Bensheim. „Die Wut zeigt immer, dass irgendwo ein Mangel vorliegt.“ Den gilt es zu finden und auszugleichen. Während Psychologen ihren Patienten früher oft rieten, „die Wut mal ordentlich rauszulassen“, wird der Wutausbruch heute nicht mehr als erste Wahl gesehen: „Man kann zwar Dampf ablassen, fühlt sich danach aber meistens noch mieser als zuvor“, erklärt Kholghi. Denn in der blinden Wut würden schnell Dinge gesagt oder getan, die unangenehme Folgen haben. „Und schlussendlich schämt man sich für das eigene Verhalten und hat vielleicht noch Ärger am Hacken.“

WELT



In der Schwangerschaft: Vorsorgeuntersuchungen nutzen
Freitag, 19. Februar 2010, 12:22 Uhr
Abgelegt unter: Frauen, Gesundheit

Bremen/München - Nichts wünschen sich werdende Eltern mehr als ein gesundes Baby. Die Angaben des «Deutschen Ärzteblattes» beruhigen: In Deutschland geht dieser Wunsch bei 97 Prozent aller Geburten in Erfüllung.

Das war nicht immer so - erst seit es umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft gibt, können viele Risiken frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ist alles dran? Wird es ein Junge oder Mädchen? Dank des Blicks per Ultraschall können Ärzte heute viel über das ungeborene Kind erfahren. 1979 machte Deutschland den Ultraschall zur Routineuntersuchung in der Schwangerschaft. Heute gehören drei zur gesetzlichen Grundversorgung: «Diese Untersuchungen klären viele wichtige Fragen über den Verlauf der Schwangerschaft», sagt Andreas Umlandt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Bremen.

Aber nicht nur das: Im Ultraschall können Gynäkologen schnell feststellen, ob die Schwangere eines oder mehrere Kinder erwartet. «Eine wichtige Information für werdende Eltern», sagt Umlandt. Auch der ungefähre Geburtstermin kann dank moderner Ultraschallmessungen recht genau vorhergesagt werden. «Und wir sehen Auffälligkeiten am Kind, zum Beispiel Herzfehler, die dann sofort behandelt werden können.»

Zahlreiche Studie belegten, dass die Vorsorgeuntersuchungen sich sehr günstig auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken, ergänzt Prof. Karl-Theo Maria Schneider von der Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München. «Frauen, die diese Untersuchungen nicht nutzen, gehen ein erhöhtes Risiko ein.»

Kölnische Rundschau



Schaufensterkrankheit plagt Millionen Deutsche
Dienstag, 10. November 2009, 14:05 Uhr
Abgelegt unter: Gesundheit

Es sind nicht die Schaufenster, wegen der manche Menschen in der Stadt stehen bleiben. Es ist vielmehr der Schmerz in ihren Beinen. Nach Angaben der Deutschen Gefäßliga leiden fünf Millionen Deutsche unter der sogenannten Schaufenster-Krankheit. Rauchstopp und gesunde Lebensweise können helfen.

Viele Betroffene vermuten hinter den Schmerzen in den Beinen nichts Böses. Doch das kann schlimme Folgen haben, warnt Curt Diehm, Gefäßspezialist und Vorsitzender der Gefäßliga. “70 Prozent der Patienten sterben an einem Herzinfarkt, zehn Prozent an einem Schlaganfall.” Die PAVK verkürze das Leben um zehn Jahre. Schuld sind Verengungen der Becken- und Beinarterien, die zu starken Durchblutungsstörungen führen.

“Die Krankheit beginnt meist schleichend”, sagt Malte Schröder, Kardiologe an der Universitätsklinik Charité in Berlin. “Zuerst entstehen die Schmerzen erst nach langen Gehwegen.” Dann würden die schmerzfreien Strecken immer kürzer. Schließlich sind die Schmerzen so stark, dass die Betroffenen stehen bleiben müssen. “Im Stehen erholt sich der Muskel und wird wieder mit Sauerstoff versorgt”, sagt Diehm. “Die Betroffenen können dann weiterlaufen, bis der Schmerz erneut auftritt.”

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Partnersuche: Wie die Nase die Liebe bestimmt…
Montag, 10. August 2009, 11:12 Uhr
Abgelegt unter: Partnerschaft

Groß und dunkelhaarig, mit Humor, treu und verständnisvoll: Die Liste der Wünsche in puncto Traumpartner ist lang. Und in großen Teilen überflüssig. Denn wer tatsächlich zu uns passt, entscheidet auch die Nase.«Bei der Wahl unseres Lebensgefährten folgen wir uralten Programmen», erklärt Marcus Damm, Diplom-Psychologe aus Worms. «Über den Geruch wird das genetische Profil unseres Gegenübers übermittelt.»

Tatsächlich können Frauen erschnuppern, wer besonders gut zu ihnen passt. Der Biologe Claus Wedekind aus Bern ließ Studentinnen an verschwitzten Männer-T-Shirts riechen und kam zu erstaunlichen Ergebnissen: Während ihres Eisprungs, also der fruchtbaren Tage, bevorzugten die Studentinnen den Körpergeruch von Männern, deren Genstruktur sich stark von ihrer eigenen unterscheidet. Ein biologischer Trick, erklärt Damm: «Je unterschiedlicher der Genpool der Eltern ist, desto fitter und gesünder wird der Nachwuchs.»

Doch der Schnupper-Tests verrät noch mehr: Nehmen Frauen die Anti-Baby-Pille, wählen sie Männer, die ihnen genetisch ähnlich sind. «Die Pille simuliert eine Schwangerschaft und weckt den Wunsch nach einem Beschützer.» Den finden Frauen am ehesten in der Verwandtschaft bei genetisch ähnlichen Menschen. Damm rät Frauen deshalb, während der Partnersuche lieber auf die Anti-Baby-Pille zu verzichten: «Setzen Sie zumindest probeweise für ein halbes Jahr aus und beobachten Sie, ob sich Ihr Männergeschmack dadurch verändert.»

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Unerwünschte Souvenirs
Montag, 10. August 2009, 11:09 Uhr
Abgelegt unter: Gesundheit

Immer mehr Urlauber tragen bei ihrer Abreise nicht nur Souvenirs im Gepäck, sondern auch das Hepatitis-A-Virus im Körper. Schätzungen gehen davon aus, dass sich jedes Jahr zehn Millionen Menschen weltweit mit dem Virus anstecken.

„Und die Zahl steigt, weil immer mehr Menschen reisen“, sagt Anton Gillessen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster. Die sogenannte Reisegelbsucht belastet besonders Erwachsene und endet in ein bis zwei Prozent aller Fälle sogar tödlich.

Vor Reisen nach Ost- und Südeuropa, in Mittelmeerländer wie Griechenland, Ägypten oder Tunesien sowie in alle tropischen Regionen empfiehlt das Robert- Koch-Institut in Berlin dringend eine Impfung. Denn 40 bis 50 Prozent aller Betroffenen infizieren sich im Urlaub.

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Die Leiden des jungen Allergikers
Montag, 10. August 2009, 11:08 Uhr
Abgelegt unter: Ernährung, Gesundheit
Hohenheim/Wiesbaden. Ob der Kindergeburtstag oder ein Abendessen unter Freunden: Immer öfter müssen die Gastgeber erst Erkundungen einholen, ob auch alle Gäste die geplanten Speisen essen dürfen. “Die Nahrungsmittelallergien nehmen zu wie alle anderen Allergien auch”, bestätigt Stephan Bischoff, Professor am Institut für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim.

Eine Ursache könnte zu viel Hygiene sein: Untersuchungen zeigen, dass Kinder von Bauernhöfen weniger Allergien als Stadtkinder haben. “Kinder wachsen heute unter sehr hygienischen Bedingungen auf, die eventuell eine ausreichende Stimulation regulierender Immunzellen verhindern”, erläutert Prof. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden.

Der eine verträgt keine Milch, der andere reagiert auf Soja. “Bei erblicher Allergiebereitschaft wehrt sich der Körper gegen diese Lebensmittel mit bestimmten Antikörpern, den Immunglobulinen der Klasse E”, erklärt Allergologe Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma Zentrum Westend in Berlin. Die Folge sind körperliche Reaktionen wie juckende Quaddeln, starkes Kratzen im Hals, Übelkeit bis hin zu Erbrechen. In schweren Fällen kommt es zu Asthma-Attacken oder sogar zum lebensbedrohlichen, allergischen Schock.

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