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Delfine, Prinzessinnen oder wilde Ritter: Wenn es nach den Schulanfängern geht, ist beim Ranzenkauf allein die Optik entscheidend. Experten raten jedoch, genau hinzusehen.
Denn selbst ein teures Markenprodukt ist nicht für jeden Kinderrücken geeignet. Deshalb muss das Kind den Ranzen unbedingt probetragen, empfiehlt Oliver Ludwig von der Aktion «Kid-Check» der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. In einer Studie wurden Grundschüler beobachtet. «Wir haben festgestellt, dass nicht das Gewicht eines Ranzens, sondern die gute Passform entscheidend ist.»
«Der Ranzen muss eng am Rücken liegen», ergänzt Dieter Breithecker, Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Haltung und Bewegung in Wiesbaden. «Im optimalen Fall schließt die Oberkante am Schultergürtel und die Unterkante am Beckengürtel ab.» Bei den meisten Kindern gewährleistet das jedes gute Markenprodukt. Anders ist es bei sehr kleinen oder sehr großen Kindern, warnt Ludwig: «Hier muss besonders darauf geachtet werden, dass die Träger so verstellt werden können, dass der Ranzen auch wirklich da sitzt, wo er hingehört.»
Als sehr rückenfreundlich gelten Ranzen mit Kontur: «Die Rückwand des Ranzen passt sich der Wirbelsäulenform an», erklärt Breithecker. Wer im Wunsch, sein Kind zu entlasten, einen besonders leichten Ranzen kauft, erreicht oft das Gegenteil: «Sogenannte Fliegengewichte sind weniger stabil und führen damit häufig zu einer höheren Rückenbelastung als schwerere Modelle», warnt er.
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10. August 2009
Ein kleiner Pieks mit großer Wirkung. Eine Impfung kann Schutz fürs ganze Leben geben. Doch Experten warnen: Immer mehr Kinder sind nicht ausreichend geschützt.
Seitdem es Impfungen gibt, sind gefährliche Krankheiten weltweit massiv zurückgegangen. Doch jetzt warnen Experten: Immer mehr Kinder sind nicht ausreichend geschützt. Zwölf Impfungen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts in Berlin für die ersten 24 Lebensmonate eines Kindes. Ob Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten oder Kinderlähmung: Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 15. Februar 2000 sind diese Empfehlungen als medizinischer Standard vorgegeben.
Eltern entscheiden über Impfung
Doch ob alle zwölf Impfungen tatsächlich erfolgen, entscheiden allein die Eltern. “Viele Eltern sind verunsichert”, sagt Sigrid Ley-Köllstadt vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) in Marburg. Welche Impfung ist wichtig? Was ist gut für mein Kind? “Auf der Suche nach Antworten nutzen viele Eltern das Internet und stoßen dabei auf eine Menge falscher Informationen.” Ley-Köllstadt empfiehlt Eltern dringend, sich vom Kinderarzt beraten zu lassen oder zumindest auf zertifizierte Informationsseiten im Internet zu achten.
Gute Beratung nimmt Ängste
Nur eine gute Beratung kann Ängste nehmen: “Immer noch kursieren viele Vorurteile über das Impfen, die Eltern nicht einfach glauben sollten.” Dass Kinder geimpft werden müssen, dürfe heute nicht mehr zur Debatte stehen, sagt die Ärztin vom DGK. “Die Impfungen retten Leben.” Schnell entwickelt sich aus einer kleinen Verletzung ein Wundstarrkrampf, hat ein Keuchhusten dramatische Folgen: “Nur dem Impfen haben wir zu verdanken, dass Kinder diese Krankheiten nicht mehr bekommen.”
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17. Februar 2009
Stöhnen, verdrehte Augen und ein vorwurfsvoller Blick: “Oh Mann, Mama, wie peinlich!!!” Wenn die Kinder sich für die eigenen Eltern schämen, wissen die meist nicht, was eigentlich los ist.
“Kein Wunder”, sagt Christoph Schmidt, Diplom-Psychologe an der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Groß-Gerau. “Das Verhalten Pubertierender ist oft unberechenbar.” Experten raten Eltern in diesen Fällen zu Gelassenheit.
Kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen: In der Pubertät stecken Jugendliche in einem Zwiespalt. Die Beziehung zu den Eltern ist geprägt vom Wechsel zwischen Distanz und Nähe. Das ist wichtig: “Bis hierher war die Identität von den Vorstellungen der Eltern bestimmt, jetzt müssen sich die Kinder aus diesem Schatten herausarbeiten”, erklärt Peer Wüschner, Autor aus Bad Reichenhall.
Peinlich finden die Teenager dann vieles: Die selbst gebackenen Kekse in der Schulbrotdose genauso wie die Umarmung vor den Kumpels. “Geht gar nicht”, sind sie sich einig. “Eltern haben kaum eine Chance, alles richtig zu machen, denn die Kids denken viel zu überzogen”, sagt Schmidt.
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26. September 2008
Die kindlichen Trotzphasen haben sie hinter sich, die Sandkastenkämpfe sind ausgestanden - von Teenagern ließe sich eigentlich erwarten, dass unkontrollierte Wutausbrüche der Vergangenheit angehören. Doch von wegen: In der Pubertät geht es mit dem Schreien, Schimpfen und Toben oft erst richtig los. Eltern hilft es dann, die Ruhe zu bewahren und ihren Kindern klare Grenzen zu setzen.
Häufig sorgen schon Kleinigkeiten dafür, dass bei Heranwachsenden von einer Sekunde auf die andere die Sicherung durchbrennt. “Bei Teenagern können wahre Gewitter im Hirn entstehen, in denen der Jugendliche kaum noch Kontrolle darüber hat, was er sagt und macht”, sagt die Schweizer Pädagogin Birgitta Moos Erb aus Adligenswil bei Luzern. “So eine Energie-Entladung ist für Eltern sehr nervenzehrend.”
Schuld an der Misere sind auch körperliche Veränderungen. So wird nicht zuletzt das Gehirn in der Pubertät zur Großbaustelle und sorgt dadurch für labile Gemütszustände. “Jugendliche werden von ihren Emotionen regelrecht überflutet”, erklärt der Psychologe Andreas Engel von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Das belastet auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, wie US-Forscher der Universität von San Diego herausfanden. Sie ließen Kinder verschiedener Altersstufen den Gesichtsausdruck von Menschen auf Porträts beurteilen. Pubertierende brauchten dafür im Test wesentlich länger und lagen zudem oft falsch mit ihrer Einschätzung.
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01. September 2008
Quer durch Deutschland klagen Schüler, Eltern und Lehrer über die Folgewirkungen von “G8″. Der verkürzte Weg zum Abitur bedeute zu viel Stoff in zu kurzer Zeit – statt Schullust nur noch Schulfrust? Der Weg bis zum Abitur – in 14 von 16 Bundesländern dauert er nur noch 8 statt 9 Jahre. Vor wenigen Jahren begonnen, setzen mit Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz ab 2008 alle Länder auf die Verkürzung der gymnasialen Schulausbildung. Doch der schulpolitische Großversuch stößt auf immer mehr Widerstand – Eltern und Schüler klagen über unzumutbare Bedingungen und Stress.
Hohe Belastung durch Turbo-Abi
13 Jahre Schule bis zum Abitur – im Blick auf die internationale Anschlussfähigkeit waren Politiker sich einig: Diesen Luxus kann Deutschland sich nicht mehr leisten. Jünger sollen sie sein, die deutschen Abiturienten, um schneller an die Uni und den Arbeitsmarkt zu kommen. Doch die Reform ist in Deutschland zum Kraftakt für die Betroffenen geworden: Eine Umfrage der Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) zeigt, dass die Belastung in den Familien mit Beginn der 5. Klasse extrem gestiegen ist. 74 Prozent der 56000 befragten Eltern geben an, das hohe Lernpensum belaste ihren Familienalltag. 80 Prozent der Eltern attestieren ihrem Kind schulbedingte Stresssituationen, wovon für jedes zehnte betroffene Kind bereits fachliche Hilfe durch einen Schulpsychologen oder Kinderarzt nötigt ist. Gut 50 Prozent der befragten Eltern von Schülern der 5. - 8. Klasse beklagen, dass ihr Kind zu wenig Freizeit hat.weiterlesen
17. April 2008
Rauf und runter kreisen die Werbebotschaften für neue Klingeltöne und Handylogos bei MTV und VIVA. Doch der Zielgruppe wird dabei nicht schwindelig. Warum das Handy so wichtig ist. Und wo Gefahren lauern.
„Du bist, wie du klingelst“ - so lautet das neue Credo vieler Kinder und Jugendliche. Denn: Das Handy ist heute weit mehr, als nur die Möglichkeit zur ständigen Erreichbarkeit. Das Handy ist Zeichen sozialen Status.
Welches Modell, welches Logo und welches Klingeln: Diese drei äußerlich sichtbaren und hörbaren Statuten geben viel über seinen Besitzer preis und sind deshalb von unschätzbarem Wert für die Kids. Kein Wunder, dass die Branche boomt. Längst können die kleinen Handybesitzer aus abertausend verschiedener Klingeltönen wählen. Ob aktuelle Charthits, charakteristische Motive aus berühmten Filmen, Zitate von Comedians, derbe Sprüche aus der Klingeltonfabrik oder eigens hergestellte Töne vom Computer: Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Einmal per SMS bestellt, tickt die Zeit. Klingeltöne haben nur kurze Halbwertszeiten. Was eben noch ganz individuell erschien, klingelt bereits am nächsten Tag über den halben Schulhof. Und so gilt es neu zu orten, zu bestellen, downzuloaden, um die eigene Handy-Persönlichkeit wieder von der Masse abzusetzen.
Ganz aktuell lässt „Schnuffel“, der Klingelton vom süßen Hasen, nicht nur die Charts, sondern auch Elternohren schmerzlich erschüttern. Unglaublich, aber wahr: Der Klingelton, eigens für romantische Herzen ab 20 von der Klingeltonfirma Jamba konzipiert, ertönt längst nicht mehr nur aus Handys. Seit Wochen gehen Millionen von CD’s über europäische Ladentheken. Ein Klingelton auf Platz 1 der Charts. Nirgendwo sonst passt der Begriff Ohrwurm wohl besser als hier.
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17. April 2008
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