Posts gespeichert unter 'Gesundheit'

Diabetes auch ohne Medikamente heilbar

An Diabetes sterben mehr Menschen als an Krebs. Die Symptome lassen sich schließlich nicht eindeutig einer Zucker-Erkrankung zuordnen. Viele Betroffene erfahren von ihrer Erkrankung eher zufällig. In Internetforen gibt es die abenteuerlichsten Geheimtipps. Manche davon können fatale Folgen haben.

Diabetes tut nicht weh, und fast jeder kennt irgendwen, der ihn hat. „Die Menschen neigen dazu, die Erkrankung auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagt Professor Michael Roden, Direktor des Deutschen Diabetes Zentrums in Düsseldorf. Das ist ein fataler Fehler, denn unzureichend behandelt führt die Stoffwechselerkrankung zum Tod auf Raten.

„An Diabetes sterben mehr Menschen als an Krebs“, warnt denn auch Professor Thomas Haak vom Diabetes Zentrum Mergentheim. Schuld ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel. Beim Typ-2-Diabetes, der häufigsten Erkrankungsform, nehmen die Betroffenen das oft gar nicht wahr: „Die Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, starker Durst oder häufiger Harndrang treten oft nur sehr unspezifisch auf.“

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jetzt kommentieren? 28. Juni 2010

In der Schwangerschaft: Vorsorgeuntersuchungen nutzen

Bremen/München - Nichts wünschen sich werdende Eltern mehr als ein gesundes Baby. Die Angaben des «Deutschen Ärzteblattes» beruhigen: In Deutschland geht dieser Wunsch bei 97 Prozent aller Geburten in Erfüllung.

Das war nicht immer so - erst seit es umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft gibt, können viele Risiken frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ist alles dran? Wird es ein Junge oder Mädchen? Dank des Blicks per Ultraschall können Ärzte heute viel über das ungeborene Kind erfahren. 1979 machte Deutschland den Ultraschall zur Routineuntersuchung in der Schwangerschaft. Heute gehören drei zur gesetzlichen Grundversorgung: «Diese Untersuchungen klären viele wichtige Fragen über den Verlauf der Schwangerschaft», sagt Andreas Umlandt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Bremen.

Aber nicht nur das: Im Ultraschall können Gynäkologen schnell feststellen, ob die Schwangere eines oder mehrere Kinder erwartet. «Eine wichtige Information für werdende Eltern», sagt Umlandt. Auch der ungefähre Geburtstermin kann dank moderner Ultraschallmessungen recht genau vorhergesagt werden. «Und wir sehen Auffälligkeiten am Kind, zum Beispiel Herzfehler, die dann sofort behandelt werden können.»

Zahlreiche Studie belegten, dass die Vorsorgeuntersuchungen sich sehr günstig auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken, ergänzt Prof. Karl-Theo Maria Schneider von der Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München. «Frauen, die diese Untersuchungen nicht nutzen, gehen ein erhöhtes Risiko ein.»

Kölnische Rundschau

jetzt kommentieren? 19. Februar 2010

Schaufensterkrankheit plagt Millionen Deutsche

Es sind nicht die Schaufenster, wegen der manche Menschen in der Stadt stehen bleiben. Es ist vielmehr der Schmerz in ihren Beinen. Nach Angaben der Deutschen Gefäßliga leiden fünf Millionen Deutsche unter der sogenannten Schaufenster-Krankheit. Rauchstopp und gesunde Lebensweise können helfen.

Viele Betroffene vermuten hinter den Schmerzen in den Beinen nichts Böses. Doch das kann schlimme Folgen haben, warnt Curt Diehm, Gefäßspezialist und Vorsitzender der Gefäßliga. “70 Prozent der Patienten sterben an einem Herzinfarkt, zehn Prozent an einem Schlaganfall.” Die PAVK verkürze das Leben um zehn Jahre. Schuld sind Verengungen der Becken- und Beinarterien, die zu starken Durchblutungsstörungen führen.

“Die Krankheit beginnt meist schleichend”, sagt Malte Schröder, Kardiologe an der Universitätsklinik Charité in Berlin. “Zuerst entstehen die Schmerzen erst nach langen Gehwegen.” Dann würden die schmerzfreien Strecken immer kürzer. Schließlich sind die Schmerzen so stark, dass die Betroffenen stehen bleiben müssen. “Im Stehen erholt sich der Muskel und wird wieder mit Sauerstoff versorgt”, sagt Diehm. “Die Betroffenen können dann weiterlaufen, bis der Schmerz erneut auftritt.”

 weiterlesen: DIE WELT

jetzt kommentieren? 10. November 2009

Unerwünschte Souvenirs

Immer mehr Urlauber tragen bei ihrer Abreise nicht nur Souvenirs im Gepäck, sondern auch das Hepatitis-A-Virus im Körper. Schätzungen gehen davon aus, dass sich jedes Jahr zehn Millionen Menschen weltweit mit dem Virus anstecken.

„Und die Zahl steigt, weil immer mehr Menschen reisen“, sagt Anton Gillessen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster. Die sogenannte Reisegelbsucht belastet besonders Erwachsene und endet in ein bis zwei Prozent aller Fälle sogar tödlich.

Vor Reisen nach Ost- und Südeuropa, in Mittelmeerländer wie Griechenland, Ägypten oder Tunesien sowie in alle tropischen Regionen empfiehlt das Robert- Koch-Institut in Berlin dringend eine Impfung. Denn 40 bis 50 Prozent aller Betroffenen infizieren sich im Urlaub.

weiterlesen: Tagesspiegel

jetzt kommentieren? 10. August 2009

Die Leiden des jungen Allergikers

Hohenheim/Wiesbaden. Ob der Kindergeburtstag oder ein Abendessen unter Freunden: Immer öfter müssen die Gastgeber erst Erkundungen einholen, ob auch alle Gäste die geplanten Speisen essen dürfen. “Die Nahrungsmittelallergien nehmen zu wie alle anderen Allergien auch”, bestätigt Stephan Bischoff, Professor am Institut für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim.

Eine Ursache könnte zu viel Hygiene sein: Untersuchungen zeigen, dass Kinder von Bauernhöfen weniger Allergien als Stadtkinder haben. “Kinder wachsen heute unter sehr hygienischen Bedingungen auf, die eventuell eine ausreichende Stimulation regulierender Immunzellen verhindern”, erläutert Prof. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden.

Der eine verträgt keine Milch, der andere reagiert auf Soja. “Bei erblicher Allergiebereitschaft wehrt sich der Körper gegen diese Lebensmittel mit bestimmten Antikörpern, den Immunglobulinen der Klasse E”, erklärt Allergologe Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma Zentrum Westend in Berlin. Die Folge sind körperliche Reaktionen wie juckende Quaddeln, starkes Kratzen im Hals, Übelkeit bis hin zu Erbrechen. In schweren Fällen kommt es zu Asthma-Attacken oder sogar zum lebensbedrohlichen, allergischen Schock.

weiterlesen: Frankfurter Rundschau

jetzt kommentieren? 10. August 2009

Keine Angst vor der Narkose

Mainz/Heidelberg. Ob kleiner oder großer Eingriff: Viele OP-Patienten graut es vor der Narkose. Zu Unrecht, wie Experten sagen. Drei, zwei, eins - Tiefschlaf! Ist die Narkose vom Anästhesisten gesetzt, dauert es nur noch einen Fingerschnipp, bis Patienten friedlich schlummern.

Genau das macht vielen Menschen Angst, erklärt Prof. Christian Werner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie an der Universität Mainz. «Sie fürchten sich vor diesem Kontrollverlust.»

Kein Wunder: Der behandelnde Arzt ist dem Patienten meist kaum bekannt und dennoch gilt es nun, vollstes Vertrauen zu haben: «Um das zu erreichen, ist ein ausführliches Anästhesiegespräch erforderlich», erklärt Werner.

15 bis 30 Minuten dauert das Gespräch zwischen Arzt und Patient in der Regel. Welche Risiken bringt der Patient mit? Gibt es andere Erkrankungen, zum Beispiel Allergien? «Mit diesem Wissen fertigt der Anästhesist eine für den Patienten maßgeschneiderte Narkose.» Diese ist ganz individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt.

«Wenn der Patient darüber aufgeklärt ist, sind schon viele Sorgen genommen», sagt auch Andreas Walther, Leitender Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Doch diesen beruhigenden Worte steht die Einverständniserklärung entgegen, die jeder OP-Patient unterzeichnen muss.

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