Monatsarchiv für Februar, 2010

Wie Frauen mit Wutausbrüchen umgehen können

Streit mit dem Partner, Kritik vom Chef, Ärger mit den Nachbarn: Kocht erstmal Wut im Bauch, haben viele Frauen Probleme, damit konstruktiv umzugehen. Manche schlucken alles herunter, andere spielen beleidigte Leberwurst, wieder andere flippen komplett aus. Tipps zum Umgang mit dem Gefühl.

Mit Tellern zu werfen, schafft eher neue Probleme. „Wut hat bei vielen Menschen einen schlechten Ruf“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin Anita Timpe aus Berlin. „Dabei ist sie ein ganz normales und wichtiges Gefühl.“ Timpe bietet Wochenendseminare für Frauen zum Thema „Wohin mit meiner Wut?“ an.

„Ich erlebe immer wieder, dass Frauen keinen Zugang zur Wut haben, die Gefühle blockieren oder runterschlucken“, sagt sie. Manche richteten die negativen Gefühle auch gegen sich selbst. „Frauen geben sich dann die Schuld, dass bestimmte Dinge nicht so laufen, wie sie sich das eigentlich wünschen“, erklärt Timpe. Doch auf Dauer kann ein solches Verhalten zu starken psychischen Belastungen führen, auch zu Depressionen oder Selbstverletzungen.

„Es ist wichtig, Wut in positive Bahnen lenken zu können“, sagt Peri Kholghi, Diplom-Psychologin aus Bensheim. „Die Wut zeigt immer, dass irgendwo ein Mangel vorliegt.“ Den gilt es zu finden und auszugleichen. Während Psychologen ihren Patienten früher oft rieten, „die Wut mal ordentlich rauszulassen“, wird der Wutausbruch heute nicht mehr als erste Wahl gesehen: „Man kann zwar Dampf ablassen, fühlt sich danach aber meistens noch mieser als zuvor“, erklärt Kholghi. Denn in der blinden Wut würden schnell Dinge gesagt oder getan, die unangenehme Folgen haben. „Und schlussendlich schämt man sich für das eigene Verhalten und hat vielleicht noch Ärger am Hacken.“

WELT

jetzt kommentieren? 19. Februar 2010

In der Schwangerschaft: Vorsorgeuntersuchungen nutzen

Bremen/München - Nichts wünschen sich werdende Eltern mehr als ein gesundes Baby. Die Angaben des «Deutschen Ärzteblattes» beruhigen: In Deutschland geht dieser Wunsch bei 97 Prozent aller Geburten in Erfüllung.

Das war nicht immer so - erst seit es umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft gibt, können viele Risiken frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ist alles dran? Wird es ein Junge oder Mädchen? Dank des Blicks per Ultraschall können Ärzte heute viel über das ungeborene Kind erfahren. 1979 machte Deutschland den Ultraschall zur Routineuntersuchung in der Schwangerschaft. Heute gehören drei zur gesetzlichen Grundversorgung: «Diese Untersuchungen klären viele wichtige Fragen über den Verlauf der Schwangerschaft», sagt Andreas Umlandt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Bremen.

Aber nicht nur das: Im Ultraschall können Gynäkologen schnell feststellen, ob die Schwangere eines oder mehrere Kinder erwartet. «Eine wichtige Information für werdende Eltern», sagt Umlandt. Auch der ungefähre Geburtstermin kann dank moderner Ultraschallmessungen recht genau vorhergesagt werden. «Und wir sehen Auffälligkeiten am Kind, zum Beispiel Herzfehler, die dann sofort behandelt werden können.»

Zahlreiche Studie belegten, dass die Vorsorgeuntersuchungen sich sehr günstig auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken, ergänzt Prof. Karl-Theo Maria Schneider von der Frauenklinik und Poliklinik der Technischen Universität München. «Frauen, die diese Untersuchungen nicht nutzen, gehen ein erhöhtes Risiko ein.»

Kölnische Rundschau

jetzt kommentieren? 19. Februar 2010


Kalender

Februar 2010
M D M D F S S
« Nov   Jun »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728

Monatsarchiv

Themenarchiv