Die Leiden des jungen Allergikers

10.August 2009

Hohenheim/Wiesbaden. Ob der Kindergeburtstag oder ein Abendessen unter Freunden: Immer öfter müssen die Gastgeber erst Erkundungen einholen, ob auch alle Gäste die geplanten Speisen essen dürfen. “Die Nahrungsmittelallergien nehmen zu wie alle anderen Allergien auch”, bestätigt Stephan Bischoff, Professor am Institut für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim.

Eine Ursache könnte zu viel Hygiene sein: Untersuchungen zeigen, dass Kinder von Bauernhöfen weniger Allergien als Stadtkinder haben. “Kinder wachsen heute unter sehr hygienischen Bedingungen auf, die eventuell eine ausreichende Stimulation regulierender Immunzellen verhindern”, erläutert Prof. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden.

Der eine verträgt keine Milch, der andere reagiert auf Soja. “Bei erblicher Allergiebereitschaft wehrt sich der Körper gegen diese Lebensmittel mit bestimmten Antikörpern, den Immunglobulinen der Klasse E”, erklärt Allergologe Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma Zentrum Westend in Berlin. Die Folge sind körperliche Reaktionen wie juckende Quaddeln, starkes Kratzen im Hals, Übelkeit bis hin zu Erbrechen. In schweren Fällen kommt es zu Asthma-Attacken oder sogar zum lebensbedrohlichen, allergischen Schock.

weiterlesen: Frankfurter Rundschau

Ernährung, Gesundheit

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