Groß und dunkelhaarig, mit Humor, treu und verständnisvoll: Die Liste der Wünsche in puncto Traumpartner ist lang. Und in großen Teilen überflüssig. Denn wer tatsächlich zu uns passt, entscheidet auch die Nase.«Bei der Wahl unseres Lebensgefährten folgen wir uralten Programmen», erklärt Marcus Damm, Diplom-Psychologe aus Worms. «Über den Geruch wird das genetische Profil unseres Gegenübers übermittelt.»
Tatsächlich können Frauen erschnuppern, wer besonders gut zu ihnen passt. Der Biologe Claus Wedekind aus Bern ließ Studentinnen an verschwitzten Männer-T-Shirts riechen und kam zu erstaunlichen Ergebnissen: Während ihres Eisprungs, also der fruchtbaren Tage, bevorzugten die Studentinnen den Körpergeruch von Männern, deren Genstruktur sich stark von ihrer eigenen unterscheidet. Ein biologischer Trick, erklärt Damm: «Je unterschiedlicher der Genpool der Eltern ist, desto fitter und gesünder wird der Nachwuchs.»
Doch der Schnupper-Tests verrät noch mehr: Nehmen Frauen die Anti-Baby-Pille, wählen sie Männer, die ihnen genetisch ähnlich sind. «Die Pille simuliert eine Schwangerschaft und weckt den Wunsch nach einem Beschützer.» Den finden Frauen am ehesten in der Verwandtschaft bei genetisch ähnlichen Menschen. Damm rät Frauen deshalb, während der Partnersuche lieber auf die Anti-Baby-Pille zu verzichten: «Setzen Sie zumindest probeweise für ein halbes Jahr aus und beobachten Sie, ob sich Ihr Männergeschmack dadurch verändert.»
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10. August 2009
Immer mehr Urlauber tragen bei ihrer Abreise nicht nur Souvenirs im Gepäck, sondern auch das Hepatitis-A-Virus im Körper. Schätzungen gehen davon aus, dass sich jedes Jahr zehn Millionen Menschen weltweit mit dem Virus anstecken.
„Und die Zahl steigt, weil immer mehr Menschen reisen“, sagt Anton Gillessen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster. Die sogenannte Reisegelbsucht belastet besonders Erwachsene und endet in ein bis zwei Prozent aller Fälle sogar tödlich.
Vor Reisen nach Ost- und Südeuropa, in Mittelmeerländer wie Griechenland, Ägypten oder Tunesien sowie in alle tropischen Regionen empfiehlt das Robert- Koch-Institut in Berlin dringend eine Impfung. Denn 40 bis 50 Prozent aller Betroffenen infizieren sich im Urlaub.
weiterlesen: Tagesspiegel
10. August 2009
Hohenheim/Wiesbaden. Ob der Kindergeburtstag oder ein Abendessen unter Freunden: Immer öfter müssen die Gastgeber erst Erkundungen einholen, ob auch alle Gäste die geplanten Speisen essen dürfen. “Die Nahrungsmittelallergien nehmen zu wie alle anderen Allergien auch”, bestätigt Stephan Bischoff, Professor am Institut für Ernährungsmedizin an der Universität Hohenheim.
Eine Ursache könnte zu viel Hygiene sein: Untersuchungen zeigen, dass Kinder von Bauernhöfen weniger Allergien als Stadtkinder haben. “Kinder wachsen heute unter sehr hygienischen Bedingungen auf, die eventuell eine ausreichende Stimulation regulierender Immunzellen verhindern”, erläutert Prof. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden.
Der eine verträgt keine Milch, der andere reagiert auf Soja. “Bei erblicher Allergiebereitschaft wehrt sich der Körper gegen diese Lebensmittel mit bestimmten Antikörpern, den Immunglobulinen der Klasse E”, erklärt Allergologe Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma Zentrum Westend in Berlin. Die Folge sind körperliche Reaktionen wie juckende Quaddeln, starkes Kratzen im Hals, Übelkeit bis hin zu Erbrechen. In schweren Fällen kommt es zu Asthma-Attacken oder sogar zum lebensbedrohlichen, allergischen Schock.
weiterlesen: Frankfurter Rundschau
10. August 2009
Mainz/Heidelberg. Ob kleiner oder großer Eingriff: Viele OP-Patienten graut es vor der Narkose. Zu Unrecht, wie Experten sagen. Drei, zwei, eins - Tiefschlaf! Ist die Narkose vom Anästhesisten gesetzt, dauert es nur noch einen Fingerschnipp, bis Patienten friedlich schlummern.
Genau das macht vielen Menschen Angst, erklärt Prof. Christian Werner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie an der Universität Mainz. «Sie fürchten sich vor diesem Kontrollverlust.»
Kein Wunder: Der behandelnde Arzt ist dem Patienten meist kaum bekannt und dennoch gilt es nun, vollstes Vertrauen zu haben: «Um das zu erreichen, ist ein ausführliches Anästhesiegespräch erforderlich», erklärt Werner.
15 bis 30 Minuten dauert das Gespräch zwischen Arzt und Patient in der Regel. Welche Risiken bringt der Patient mit? Gibt es andere Erkrankungen, zum Beispiel Allergien? «Mit diesem Wissen fertigt der Anästhesist eine für den Patienten maßgeschneiderte Narkose.» Diese ist ganz individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt.
«Wenn der Patient darüber aufgeklärt ist, sind schon viele Sorgen genommen», sagt auch Andreas Walther, Leitender Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Doch diesen beruhigenden Worte steht die Einverständniserklärung entgegen, die jeder OP-Patient unterzeichnen muss.
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10. August 2009
Ob Baby, Kleinkind oder Kindergartenrabauke: Der Nachwuchs kann Eltern ganz schön auf Trab halten. Umso besser, wenn Oma und Opa in der Nähe sind und aushelfen. Doch die wollen nicht immer Babysitter spielen - schon gar nicht, wenn das stillschweigend erwartet wird.
Wenn das Kind erstmal da ist, gibt es viele Situationen, in denen der Wunsch nach Unterstützung durch Oma und Opa groß ist. “Viele junge Paare sind der Ansicht, dass sie die Eltern einspannen können, wie es gerade gut passt”, sagt Andreas Hundsalz, Diplom-Psychologe und Leiter der städtischen Erziehungsberatungsstelle in Mannheim. Doch alles, was unter Zwang passiert, ist Gift für die Beziehung.
“Großeltern stehen in keiner Verpflichtung”, ergänzt Helga Gürtler, Diplom-Psychologin aus Berlin. “Oft arbeiten sie selbst noch und haben Verpflichtungen, die es zu berücksichtigen gilt.” Ob, wann und wie lange die Großeltern aufpassen, sollte im Detail abgesprochen werden. “Man darf nicht die Erwartung haben, dass die Großeltern automatisch alles mitmachen”, rät Hundsalz. Der Diplom-Psychologe Roland Kopp-Wichmann aus Heidelberg empfiehlt Eltern, immer freundlich nachzufragen: “Stellen Sie keine Forderungen, sondern bitten Sie um Unterstützung.”
10. August 2009
Delfine, Prinzessinnen oder wilde Ritter: Wenn es nach den Schulanfängern geht, ist beim Ranzenkauf allein die Optik entscheidend. Experten raten jedoch, genau hinzusehen.
Denn selbst ein teures Markenprodukt ist nicht für jeden Kinderrücken geeignet. Deshalb muss das Kind den Ranzen unbedingt probetragen, empfiehlt Oliver Ludwig von der Aktion «Kid-Check» der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. In einer Studie wurden Grundschüler beobachtet. «Wir haben festgestellt, dass nicht das Gewicht eines Ranzens, sondern die gute Passform entscheidend ist.»
«Der Ranzen muss eng am Rücken liegen», ergänzt Dieter Breithecker, Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Haltung und Bewegung in Wiesbaden. «Im optimalen Fall schließt die Oberkante am Schultergürtel und die Unterkante am Beckengürtel ab.» Bei den meisten Kindern gewährleistet das jedes gute Markenprodukt. Anders ist es bei sehr kleinen oder sehr großen Kindern, warnt Ludwig: «Hier muss besonders darauf geachtet werden, dass die Träger so verstellt werden können, dass der Ranzen auch wirklich da sitzt, wo er hingehört.»
Als sehr rückenfreundlich gelten Ranzen mit Kontur: «Die Rückwand des Ranzen passt sich der Wirbelsäulenform an», erklärt Breithecker. Wer im Wunsch, sein Kind zu entlasten, einen besonders leichten Ranzen kauft, erreicht oft das Gegenteil: «Sogenannte Fliegengewichte sind weniger stabil und führen damit häufig zu einer höheren Rückenbelastung als schwerere Modelle», warnt er.
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10. August 2009
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